Neue Familie, Vegemite und mehr 
Erstmal:
Gestern habe ich zum ersten Mal Vegemite probiert. Meine Bewertung des Produkts: Eine ekelhafte, terpentinartige und ungesund aussehende Mixtur in Form von Creme mit einem unvergesslich, fast schon umhauenden Geschmack, der den Würgreiz schon nach Annäherung des mit Vegemite bestrichenen Brotes in Richtung Mund auslöst.
War das klar genug? Ansonsten mit anderen Worten: Ekelhaft. Und wer schmiert sich schon eine schwarze, wie Erdöl aussehende Creme auf sein Brot, die dann auch noch so bitter und ekelhaft schmeckt, dass man kurz danach aufs Klo muss? Und warum gibt es dann auch noch eine "Raw" Vegemite?
Allerdings habe ich eine Marktlücke entdeckt: Ein Antibiotikum, mit dem man den Geruch und den Geschmack nicht ertragen muss...

So, und nun zum ernsten Thema:
Ich bin seit gestern, 3 Uhr, in einer Übergangsfamilie, weil meine ursprüngliche Gastfamilie mich nicht mehr ertragen wollte. Nein, ernsthaft, erstmal habe ich sie nicht verstanden, da sie mir keinen Grund dafür gegeben haben. Aber jetzt im Nachhinein kenne ich den Grund: Claudia ist schwanger.
Meine neue Familie ist die Familie meines AFS Betreuers. Ich habe wieder einen eigenen Raum und sogar einen Fernseher mit Satellitenreceiver in meinem Raum, allerdings funktioniert beides nicht. Die Familie besteht aus den beiden Eltern und vier (ich wiederhole: vier) Kindern. Zwei junge Mädchen und zwei ältere Jungen (die Jungen sind in meinem Alter). Ausserdem ist die Familie (im Gegensatz zur alten) sehr politisch. Beim Eintreten ins Wohnzimmer ist mir als erstes das riesige Karl Marx-Bild aufgefallen.
Die Familie hat zwei kleine Hunde. Winzig klein. Kleiner als die beiden meiner ersten Familie. Kleiner als Pudel. Also schon so klein, dass man sich manchmal fragt "Wo zur Hölle kommt diese Gebell her?" und dann erst bemerkt, dass da einem zwei Hunde am Hosenbein versuchen, den Fetzen Stoff zu abzubeissen. Ich meine, die Hunde sind ja ganz niedlich. (Sie heissen übrigens Jay und Bean -- Alkoholiker denken wahrscheinlich eher an Jim Bean) Aber ihr solltet sie mal gähnen sehen. (Ich werde versuchen ein Foto zu machen) Man kann direkt in den Hals und fast schon bis in den Magen sehen. Da braucht man bei Untersuchungen gar kein Stethoskop, oder wie die Dinger heissen (Die Teile mit einem langen Schlauch und einer Kamera am Ende zur Untersuchung des Magens).
:o

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3-Tage-Tour (Ayer's Rock, Kata Tjuta und Kings Canyon) 
Diese Woche hatte ich ja Ferien. Und die Gelegenheit habe ich dann genutzt, um eine organisierte 3-Tage-Tour zu machen, bei der ich alle wichtigen Sachen hier in der Wüste sehe.
Am ersten Tag sind wir direkt nach Ayer's Rock gefahren. Man nennt ihn auch Uluru, was allerdings nicht der Name des Steins ist, den die Aborigines ihm gegeben haben. Wie so oft gab es grosse Verwechslungen.



Kängurus zum Beispiel bedeutet "Ich verstehe nicht". Weisse hatten die Aborigines gefragt, wie das Tier dort drüben heisse, aber die Ureinwohner verstanden sie einfach nicht... So ähnlich ist es mit dem Namen Uluru. Als die Weissen sie fragten, wie der Felsen dort drüben heisse, dachten die Aborigines, sie meinten das Wasserloch daneben und sagten Uluru, was "Wasserloch" bedeutet.
Also fange ich nochmals neu an:
Wir sind zuerst zum Ayer's Rock, oder auch Pulli, wie ihn die Aborigines nennen, gefahren. Wir haben ihn bei Sonnenuntergang und -aufgang gesehen. Ich habe aber nicht ganz so viele Fotos hier, da es sowieso schon jede erdenkliche Foto-Perspektive hunderte Male im Netz gibt.



Ich bin dann auch mit einem anderen der Gruppe hinaufgestiegen, während der Rest der 13 Mitfahrenden einmal um den Stein herumgewandert sind.
Wenn man ihn erklettert, bemerkt man erst, dass der ganze Felsen, dieses riesige Ding, tatsächlich nur ein einziger, überdimensionaler Stein ist. Es ist unglaublich.



Auch ist er oben nicht platt, wie es immer aussieht. Es ist vielmehr eine riesige Berglandschaft im Miniaturformat. Und bis man den höchsten Punkt erreicht hat, muss man über hunderte dieser Berge klettern. Auf und ab. Aber der lange, schweisstreibende Weg lohnt sich allein schon für die unglaubliche Aussicht. Man sieht ewig weites Land, den "Fake-Uluru", der größer ist, aber aus Sand, Steinen und Schmutz besteht, und Kata Tjuta.
Das Bild links ist übrigens der Hinweis, dass man den höchsten Punkt des Felsens erreicht hat.



Unterwegs allerdings verschluckt man ein Paar Fliegen, die aggressiv herumschwirren und irgendwann einfach in den Mund fliegen.

An Tag 2 sind wir dann zu Kata Tjuta. Ein halbwegs kurzer, aber wunderschöner Spaziergang lässt einen zwischen einem riesigen Stein hinaufklettern und ebenfalls ein tolle Landschaft geniessen.



Am letzten Tag sind wir dann zum Grand Canyon. Glücklicherweise war es bedeckt, sodass es nicht zu heiss war und man gut zwischen Felsmauern laufen konnte. Innerhalb des Canyons ist eine eigene kleine Landschaft, umgeben von Felsen. Hier findet man eine Vegetation, die es teilweise sonstwo nirgends gibt. Ausserdem ist dort ein grosses Wasserloch, mit kaltem, aber erfrischendem Wasser.







Geschlafen haben wir übrigens unter freiem Himmel, in Swags. Das sind so eine Art grosser, wasserfester Schlafsack, in den man dann den eigentlichen Schlafsack packt. Ein Ersatz zum Zelt. Allerdings habe ich die zweite Nacht auf einem Ameisenhügel gelegen, was sich dann die gesamte Nacht bemerkbar gemacht hat...

Auf dem Rückweg waren wir dann noch bei einer Kamelfarm, wo ich dann relativ billig reiten durfte. Die Farm hat ausserdem noch Kängurus, Dingos und ein Paar Vögel.
Mit einem Foto von zweien möchte ich diesen Beitrag nun abschließen.



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pimp my ride 
Gestern habe ich zum ersten Mal ein Auto aufgemotzt ;)

Claudia hat gestern Rick zum Flughafen gefahren, weil er für eine Woche in Darwin arbeiten muss. ich habe diese Woche Schulferien. Auf dem Rückweg hat sie dann ein neues Autoradio und neue Lautsprecher gekauft, weil Rick das schon lange wollte. Wir haben uns dann den Toyota Hilux (Jeep) angesehen und überlegt, wie man wohl das Radio dort rausbekommt. wir haben nichts gefunden, keine Löcher, schrauben, Muttern oder sonstwas. Im internet gab es ebenfalls nichts. daraufhin habe ich angefangen, das gesamte Instrumentenbord auseinanderzunehmen (was auch richtig und der einzige weg war). einmal alles ausgebaut (Zigarettenanzünder, Aschenbecher, Klimaanlage, diverse Knöpfe für licht usw.), das alte Radio in der Hand das nächste Problem: das neue Radio benutzt andere Stecker...
Einen Adapter später, bemerken wir, dass die Farbcodierungen der Kabel zu exakten 0% übereinstimmen. Nach mehreren Minuten Internet suche später halten wir glücklich eine Codierungstafel in der Hand. Einmal alles angeschlossen, funktioniert auch alles. Nur noch die Instrumententafel wieder angeschraubt und fertig.
Aber, Moment mal - da sind ja noch die Lautsprecher :(

Also, ab an die Tür, Lautsprecher lokalisieren und dann? Dann muss die gesamte Plastik-Innenseite der Tür ab. Einfach, denkt man. Wäre es auch, wenn da nicht der Drehknopf für das Fenster wäre. Den abzubekommen dauert dann eine halbe Stunde. Und irgendwann sind dann die Lautsprecher drinne und alle Türen wieder komplett und siehe da - jetzt haben wir, nach mehr als 5 Stunden ununterbrochene Arbeit, ein aufgemotztes Auto, mit einer 4x150Watt-Anlage und Subwoofer.

Einziger Nachteil: Man kann das Radio nicht voll ausreizen, da man vorher taub ist :P

Viele Grüße aus Australien!

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