BG electrical 
Ich habe heute bei der Firma meines Gastvaters, BG electrical, gearbeitet.

Als ich heute morgen um acht mit Bill losgefahren bin, hatte ich noch keine Ahnung was wir machen würden. Auf dem Weg hat er mich dann aufgeklärt: Etwas ausserhalb von Alice Springs ist ein Gebiet, wo Häuser gebaut werden, die dann anschliessend tiefer ins Outback gebracht werden. Wir haben uns um einen Klassenraum gekümmert, der später für eine Aboriginal-Community "out bush" ist. Wir haben also Kabel verlegt, Decken-Ventilatoren und Neonröhren installiert, die Notausgangsschilder montiert und eine lange Wand lang eine Leiste mit Steckdosen und Netzwerk-Dosen verlegt.

Um drei Uhr war dann Feierabend, und um halb vier war ich wieder zu Hause.

Bills Angestellte und Auszubildende waren mir gegenüber sehr nett, und gemeinsam ist der Tag recht schnell vergangen. Es war anfangs etwas seltsam ein Haus zu betreten, das in zwei Hälften getrennt werden kann und anschließend woanders stehen wird.

Auf der Baustelle, auf der wir gearbeitet haben, waren noch dutzende andere Arbeiter, die noch dutzend andere Häuser gebaut haben, alle zum späteren Transport.

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Sommerferien, Weihnachten und Neujahr 
Ich bin heute wieder in Alice Springs angekommen.
Seit dem letzten Eintrag im Blog hat meine Kamera weitere 500 Fotos leiden müssen, ich habe Australien nochmals von anderen Seiten gesehen und neue Kontakte geknüpft.

Es ist schwierig hier alles reinzuschreiben, aber einen Versuch ist es allemal wert.


ETAPPE 1 - Cairns

Zuerst bin ich nach Cairns geflogen (mit meiner Familie). Wir sind im Holiday Inn geblieben. Das Zimmer habe ich mir mit Liam und Peter geteilt. Die Mädchen und meine Gasteltern hatten jeweils separate Räume.





Ich habe Cairns größtenteils selbst erkundet. Ein langer Spaziergang der Küste entlang hat mir die wichtigsten Sachen der Stadt gezeigt. Da der Strand sich zum Baden nicht eignet, und es ausserdem noch Haie gibt, gibt es ein riesiges Freibad, welches man direkt vom Fußgängerweg erreichen kann. Kein Zaun, nichts - völlig kostenlos. Wenn man an den ganzen Touristen-Läden vorbeiläuft fühlt man sich oft eingedrängt, weil einfach so viele Leute um einen herum sind. Eines der kleinen Cafés hat sogar eine Küche, in die man von der Strasse hereinsehen kann. Direkt am Fenster steht ein Bäcker und formt den Teig. Ein schönes Bild. Am Ende der schmalen Küstenstraße ist ein wunderschöner Hafen. Man konnte Stundenlang dem Wasserverkehr, den Leuten und den Vögeln zusehen.

Am Abend des ersten Tages gab es dann am Strand auch eine kleine Demonstration von Künstlern. Fünf oder sechs Künstler jonglieren mit Feuer.

Die Luft riecht nach Meersalz, und eine konstante, kühle Brise weht.

In Cairns habe ich eine Freiheit gefühlt, die ich nie vorher erlebt habe. Es war ein Gefühl von Ungebundenheit. Dieses Gefühl überkam mich während einer der Spaziergänge. Keine Familie, niemand den man kennt, Fern von zu Hause, keine Verpflichtungen, keine Schule - nichts.



An Tag 2 fahren wir mit "Quicksilver" raus zum Great Barrier Reef, um dort zu schnorcheln. Ich habe mir im Vorhinein natürlich eine Unterwasser-Kamera besorgt.
Das Korallenriff ist nicht besonders tief, an manchen Stellen ist es um die 2 bis 3 Meter tief, an manchen nur 10 cm. Beim Schnorcheln muss man sehr vorsichtig sein, das Riff nicht zu beschädigen. Es bietet sich einem ein unvergleichliches und einzigartiges Bild. Fische - klein bis gross - schwimmen in Front einer Farbkulisse, bestückt mit nie gesehenen Pflanzen. Man konnte sogar Unterwasserschildkröten sichten. Vier Stunden vergehen wie im Flug, und am Ende des Tages bleibt einem alles wie Erinnerungen an einen Traum im Kopf hängen.


ETAPPE 2 - Caloundra (Brisbane)


Nach Cairns bin ich nach Brisbane geflogen. Von Brisbane haben mich dann Dylan, 19, und Amy, 16, abgeholt, um mich nach Caloundra zu fahren. Ein Freund meiner Schwester war so nett mir eine Unterkunft bei Freunden zu organisieren (herzlichen Dank nochmals, Austin!). Aber letztendlich bin ich dann doch nicht bei denen geblieben, sondern bin bei Amy und Dylan gelandet, welche Verwandte von meiner eigentlichen Übergangsfamilie sind.
In Caloundra bin ich für Weihnachten und Neujahr geblieben, und habe es am 2. Dezember dann auch wieder verlassen.
Dylan und Amys Wohnung war nur fünf Minuten vom Strand entfernt, aber mit baden oder surfen war nichts: Die Sonnenscheinküste bietet nämlich nichts ausser Regen und Sturm. Es war ein so grosser Sturm, dass die Strände geschlossen geblieben sind, und bei beinahe sogar acht Rettungsschwimmer ertrunken wären. Ausserdem wurde grosse Teile der Strände durch Erosion ins Meer getragen.
An Weihnachten, oder besser gesagt am 24. Dezember, war ich dann bei meiner eigentlichen Übergangsfamilie, Nerida und Scott, die um die 20 Verwandte eingeladen hatten. Es gab ein riesiges Mittagessen zusammen - im Freien bei 30 Grad Celsius.
Am 25. (morgens) war ich dann wieder bei denen, und es wurden Geschenke ausgepackt. Ich habe Scott und Nerida eine Sammlung von Naturseifen mit Wüstenpflanzen-Duft gegeben, zusammen mit einigen Wohlfühl-Kerzen. Im Austausch habe ich ein Strandtuch mit der Australischen Flagge bekommen. Ausserdem noch Haribo-Süßigkeiten und eine Geldbörse. Diese waren von Verwandten meiner Familie (, die ich nicht kannte). Die Haribo-Süßigkeiten wurden mir mit dem Kommentar "Ich habe sie in einem Laden gefunden und dachte das wäre was fuer dich, falls du dich nach Deutschen Süßigkeiten sehnst" überreicht. Man bekommt hier eigentlich nämlich kein Haribo...
Ausserdem hat mir mein Vater vor meiner Abreise noch ein riesiges Buch über Fotografie geschenkt.
Am Abend dieses Tages gab's dann nochmals ein riesiges Abendessen bei der Oma von Amy mit allen Verwandten meiner Gastfamilie.

Amy und Dylan haben übrigens an einem Original Mini geschraubt, während ich da war. Es soll Amys Auto werden. Sie haben einen alten Mini gekauft, und bauen dort den Motor eines fahrtüchtigen anderen Minis ein. Als ich da war haben wir den Motor aus dem fahrtüchtigen aber verrotteten Mini herausgenommen, gesäubert, neu angestrichen und in den anderen, nur aus Karosserie bestehenden Mini geschraubt.
Der kleine rote Mini sieht recht putzig aus.

Dylan besitzt übrigens einen alten BMW mit einer, äh, schwer defekten Getriebe-Box (welches dazu führt, dass manchmal ein Gang nicht recht rein will und man dann in Neutral fährt und die Hinterräder hin- und herschlittern). Sehr -- abenteuerlich.

Sylvester bestand nur aus Fernsehen. Feuerwerke wurden wegen des Sturms abgesagt, allerdings letztendlich doch gestartet. Aber alle Festivitäten am Strand wurden auf "Australia Day" verlegt.


ETAPPE 3 - Sydney

Das letzte Ziel meiner Ferien wahr schliesslich Sydney. Dort war ich beim Vater meiner Gastmutter, Richard, untergebracht. Dort war ich drei Tage alleine, bis meine Familie dann nachgekommen ist.
Richard lebt mit seiner Lebensgefährtin Doreen in Clontarf, welches ausserhalb von Sydney ist. Man muss von Syndey mit der Fähre nach Manly fahren.

In Sydney habe ich die Innenstadt, Chinatown, The Rocks und den Hafen erkundet. Sydney ist eine sehr auseinendergezogene Stadt. Die Innenstadt ist riesig und hat fünf oder sechs Einkaufszentren. Jedoch ist es sehr schwer etwas zu finden, ohne kilometerweit zu laufen.

In Chinatown habe ich unter anderem das Powerhouse Museum erkundet, welches einige interessante Ausstellungen beinhaltet, darunter Fortbewegungsmittel und das digitale Zeitalter (Computer und Roboter sowie Zukunftsenergie). Der Eintritt war für mich kostenlos, da ich die Jahreskarte meiner Gastmutter hatte. Allerdings habe ich diese nicht einmal zücken müssen, da ich unbemerkt an den Wachen vorbeigelaufen bin. Zu meiner Verwunderung haben die mich nicht bemerkt... (sowas gefällt mir). Im Powerhouse Museum habe ich mich über drei Stunden aufgehalten, weil es einfach so komplex ist.
Ich bin übrigens nochmals einige Tage später mit meiner Familie hergekommen um eine Ausstellung über Prinzessin Diana zu besuchen.

Am Hafen Sydneys gibt's natürlich Harbour Bridge und das Opera House zu sehen, welches allerdings sehr klein ist. Ich hatte mit einem größeren Gebäude gerechnet.







The Rocks ist ein altes Stadtviertel mit älteren Häusern.
Es ist direkt am einen Ende der Harbour Bridge.
Mit der Fähre bin ich auch zum Luna Park geschippert, ein Freizeitpark mit kostenlosem Eintritt (man bezahlt pro Fahrt). Sehr klein und nicht wirklich mein Ding.

Ausserdem habe ich noch den wundervollen botanischen Garten gesehen, der mit seiner Blütenpracht mitten in der Stadt glänzt.

Ich habe nach Ankunft meiner Familie in Sydney mit denen nochmals Weihnachten gefeiert, und jedes der Kinder hat von mir ein Geschenk bekommen (und natürlich auch die Eltern). Ich habe ein Spiel, einige Magneten und eine DVD bekommen. Eine weitere DVD muss erst noch wieder gefunden werden, sie ist irgendwo im Gepäck. Und ausserdem erwartet mich hier in Alice noch ein weiteres Geschenk.

Kate, die Anfangs Probleme mit mir hatte (sie hat nie was gesagt, ich habe sie aber am ersten Tag mit Bill reden hören, dass sie sich unwohl fühlt über die Situation) hat sich jetzt komplett verändert. In den folgenden Wochen nach der Konversation mit Bill hatten sich die Sachen zwar schon geändert, aber jetzt bin ich völlig in die Familie eingegliedert und alle scheinen mich zu mögen.

Bei Richard waren wir im Unteren Stockwerk des Hauses untergebracht. Neben einer kleinen Bar hatte es auch noch einen Billardtisch und einen alten Einarmigen Banditen zu bieten. (Und Kricket, Golf und Baseball Ausrüstung)

Ich bin, wie vorher schon gesagt, erst heute in Alice Springs angekommen, und heute ist auch noch Kates Geburtstag. Sie ist heute 13 geworden.

Viele Grüße!
Euer Raf :P

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Schule 
Da wir gestern eine Wasserschildkröte bekommen haben, muss natürlich bald ein Foto folgen. Jedoch ist etwas anderes vorrangig:
Ich bin heute zum ersten Mal in meiner Schule. Es ist grad Mittagspause und ich sitze in der Bibliothek der Universität gleich nebenan (wo auch Rick arbeitet). Ich habe Ina getroffen, eine Italienerin, die Deutsch spricht und ebenfalls eine Austauschschülerin ist.
Es ist heute schon besonders warm...
Ich hatte soeben "Economics" bei einem sehr netten Lehrer, der mich gleich in seinen Unterricht mit eingebaut hat. Davor hatte ich "Coaching", nichts besonderes. Es ist eine Art Klassenstunde.
Als ich heute morgen ankam habe ich erstmal meine Fächer gewählt, wobei ich jedoch keine Richtlinien einhalten musste und daher frei wählen konnte. Ich habe mich auf den Naturwissenschaftlich-Technischen Zweig konzentriert.
Gleich werde ich übrigens Doppelstunde Englisch haben.

Mein Stundenplan:
Monday__________Tuesday___________Wednesday____Thursday______Friday
Biology......................................................English
frei.........................................................Economics
Coaching..........................Biology....................Physics
Economics.......English...........Biology......Physics
Mittagspause.................................................Biology
English.........Communication.....Economics
English.........Communication.....Economics
IT................................Physics......Communication
IT................................Physics......Communication

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